Rundbrief Januar 2026
15. Januar 2026

Liebe Verbundene der Arbeitsstelle Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung,
zum Neuen Jahr möchten wir uns ganz herzlich für Ihr Engagement und die Zusammenarbeit bedanken und wünschen Freude, Kraft und Gottes Segen für all die Aktivitäten und Ideen im neuen Jahr!
Seit Januar ist die Stelle der Beauftragten für Migration und Integration in der EVLKS neu besetzt. Wir freuen uns über unsere neue Kollegin Claudia Nikol, mit der wir nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich eng zusammen arbeiten dürfen.
Auch in der Arbeitsstelle haben wir einiges vor und geben unten kurz Einblick in die drei Themenbereiche. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!
Herzliche Grüße aus dem verschneiten Leipzig,
Maria Schiffels, Angelika Rotter, Christian Sommerfeld und Miriam Meir
Aus dem Bereich der Schöpfungsbewahrung

Das vergangene Jahr brachte im Bereich Schöpfungsverantwortung ein paar Veränderungen mit sich. Nachdem Anne Römpke ihre Elternzeit begonnen hat, arbeitete sich ihre Vertretung, Christian Sommerfeld, in die Strukturen und Prozesse der Landeskirche ein.
Damit verbunden war auch die Koordination des neu entstanden virtuellen Umweltbüros. Das Umweltbüro ist eine Anlauf- und Hilfestelle für Fragen rund um das Klimaschutzkonzept. Da das Umweltbüro noch neu ist, ist es wichtig, dieses bekannter zu machen. Gleiches gilt für das Klimaschutzkonzept. Im Idealfall wird das Jahr 2026 davon geprägt sein, konkrete Maßnahmen des Klimaschutzkonzeptes umzusetzen. Es ist die Aufgabe aller Akteurinnen und Akteure der Landeskirche, daran mitzuwirken. Das Unterstützungsangebot des Umweltbüros darf jederzeit in Anspruch genommen werden.
Aus dem Kirchlichen Entwicklungsdienst und dem Themenfeld Gerechtigkeit
Drei Kernprozesse stehen gerade im Zentrum der Arbeit zu globaler Gerechtigkeit. Dazu zählen die Partnerschaften mit Kirchen und Gemeinden im Globalen Süden. Engagierte werden zu Fördermöglichkeiten beraten, in Austauschformaten vernetzt und zu entwicklungspolitischen Fragen weitergebildet. Im diesjährigen Partnerschaftsseminar vom 23.-24. Januar durften wir uns von Brot für die Welt Jugend zum Thema junges Engagement und Wege in die Partnerschaftsarbeit inspirieren lassen.
Liegt in Ihren Schubladen vielleicht auch noch das eine oder andere ausrangierte Mobiltelefon? Der Wieder- und Weiterverwendung alter Geräte im Zusammenhang mit Fragen lokaler Rohstoffgewinnung und globaler Rohstoffgerechtigkeit soll sich eine Handy-Aktion in Sachsen widmen. Gemeinsam mit dem Bereich Schöpfungsbewahrung und in Kooperation mit der Firma Freddy Datenfresser planen wir, von Leipzig ausgehend ein Netz an Handy-Sammelzentren in Kirchgemeinden und anderen Institutionen aufzubauen.

Nicht zuletzt begleitet eine rassismussensible Selbstreflexion die Arbeit im Themenfeld Gerechtigkeit, gemeinsam mit der Frage, wie sich rassismuskritische Strukturen in Kirche und Gesellschaft stärken lassen. Einen Anfang bietet die Plattform Kirche und Rassismus, welche 2026 wieder zu Werkstätten und Austauschformaten einlädt.
Aus der Friedensarbeit
Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD
Im November wurde die neue Friedensdenkschrift der EKD „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ herausgegeben. Das Ziel der Denkschrift ist die Anregung zur Urteilsbildung und Gewissensschärfung in friedensethischen Fragestellungen in der heutigen Zeit. Im Januar hat die Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD getagt und sich unter anderem mit der Denkschrift beschäftigt.
Im Blick auf die Frage der nuklearen Abschreckung wurde eine AG beauftragt, eine fachliche Stellungnahme zu erarbeiten. Hintergrund ist, dass die Denkschrift betont, dass Besitz von Nuklearwaffen ebenso wie nukleare Teilhabe ethisch nicht zu rechtfertigen seien, sie aber als politisch notwendig und daher als zu rechtfertigen beschreibt. Die nukleare Abschreckung wird dabei nur als zu überwindende Übergangslösung gerechtfertigt und die Entwicklung einer globalen Strategie der nuklearen Abrüstung gefordert. Entsprechend geht es in der AG um die Entwicklung von Perspektiven aus dem beschriebenen Dilemma für die sicherheits- und friedenspolitische Debatte. Lesen Sie dazu gerne die ausführlichere Pressemeldung der evangelischen Friedensarbeit.
Jugendliche werden Friedensstifterinnen & Friedensstifter
Wir machen junge Menschen fit für den Frieden. Wir holen das Projekt Jugendliche werden Friedensstifter/innen nach Sachsen:
Das Projekt unterstützt Jugendliche dabei, gewaltfreie Lösungen in Gewalt- und Konfliktsituationen zu finden. Das heißt:
- Jugendliche werden befähigt, Gewalt zu erkennen und zu benennen.
- Jugendliche werden ermutigt, gewaltfreie Alternativen in Konfliktsituationen zu entwickeln und auszuprobieren.
- Jugendliche entwickeln ein aktivierendes Selbstverständnis: Als Jugendliche/r Friedensstifter/in sein

Vom 17.-19. März 2026 findet in Kohren-Sahlis eine Fortbildung statt für Menschen, die Jugendliche zu Friedensstifterinnen und Friedensstiftern ausbilden möchte. Herzliche Einladung dazu! Alle Informationen zum Projekt und zur Ausbildung wie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf unserer Homepage: www.weltverantwortung-evlks.de
Termine & Ausblick
- Aktuelle Veranstaltungen und Projekte finden Sie auf der Webseite der Arbeitsstelle Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung. Gemeinsam mit unserem Instagram-Kanal informieren wir dort über unsere Arbeit.
- Im Projekt Justice.Peace.Imagination der EKM und der EVLKS haben in den letzten Monaten mehrere hundert Menschen aus Deutschland und 10 anderen Ländern Sketchbooks mit ihrer Kunst gestaltet. Von März bis November 2026 kommt die Ausstellung gerne in Ihre Gemeinde – begleitet von Bildungsangeboten zu Frieden und Gerechtigkeit.
- Friedensstifter/innen-Ausbildung 17.-19. März 2026 (AGFBS, LKÖZ, Kirche, die weiter geht)
- Am 25. April 2026 kommt die Arbeitsstelle Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung nach Machern in die Kirchgemeinde Machern-Püchau-Bennewitz und lädt Engagierte und Interessierte zu einer Weiterbildung ein.
- Den diesjährigen Tag der Schöpfung feiern wir am 5. September 2026 im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in der Oberlausitz. Es wird ein buntes Rahmenprogramm inklusive Gottesdienst geben.
- Unter dem Titel „Auf fruchtbaren Böden“ entwickeln haupt- und ehrenamtliche Fachleute aus der kirchlichen Partnerschaftsarbeit und dem Gemeindeaufbau mit Impulsen aus unseren Partnerkirchen vom 2. – 3. Oktober 2026 Material für Kirchvorstände.
- Im Rahmen des Ökumenischen Weges laden wir zu verschiedenen Veranstaltungen und Vernetzungsangeboten ein.
- Die Ökumenische FriedensDekade 2026 findet wie immer in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag vom 8. – 18. November 2026 statt. Das Motto 2026 ist: „couragiert widerständig“.