Migration und Integration
„Wir halten am christlichen Imperativ fest, Fremden Gastfreundschaft zu gewähren und rufen daher alle Menschen dazu auf, Migranten willkommen zu heißen, zu schützen, zu fördern und zu integrieren.“ Aus der Charta Oecumenica, Rom, 5. November 2025
In der jüngst aktualisierten Charta Oecumenica bekräftigen Christinnen und Christen in ganz Europa erneut ihre Solidarität mit Menschen, die als Fremde in ein neues Land kommen, um dort – auf Zeit oder für immer – zu leben. Die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens bietet Ansprechpersonen und Projekte, um die Integration dieser Menschen in ihrer neuen Heimat zu unterstützen.
Als Migranten werden diejenigen bezeichnet, die sich in ein fremdes Land begeben, um dort für unbestimmte Zeit zu leben. Ist die Einwanderung in ein Land auf Dauer angelegt, spricht man von Immigration. In Deutschland werden im Wesentlichen drei große Gruppen von Menschen mit Migrationsgeschichte unterschieden: Ausländische Bürgerinnen und Bürger allgemein (Arbeitsmigrantinnen und -migranten), Geflüchtete und Spätaussiedlerinnen und -Aussiedler aus dem ehemaligen Staatsgebiet der Sowjetunion.
Als Beauftragte für Migration und Integration ergänzt Claudia Nikol seit Januar 2026 das breite Themenfeld der Arbeitsstelle für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Sie fungiert zum einen als wichtige Schnittstelle zwischen Kirche, Politik und Zivilgesellschaft und unterstützt auf der anderen Seite Kirchgemeinden ganz praktisch.
Beratung und Unterstützung von Kirchgemeinden
- bei Kirchenasyl-Anfragen: Beratung und Begleitung von Kirchgemeinden und Einzelpersonen
- zu Fördermöglichkeiten und konzeptioneller Weiterentwicklung der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten: konkrete Unterstützung von Kirchgemeinden, Kirchenbezirken und anderen kirchlichen Institutionen mit der Richtlinie „Vielfalt leben“, dem dazugehörigen Antragsformular und dem Verwendungsnachweis
- Einzelfallberatung im Konfliktfall
Kommunikation, Interessenvertretung und Vernetzung
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Beauftragten für Migration und Integration liegt in der Analyse und fachlichen Begleitung der politischen Prozesse im Themengebiet Migration, Flucht und Asyl sowie Integration. Claudia Nikol ist in ihrer Funktion Mitglied des Forums Abschiebungsbeobachtung am Flughafen Leipzig/Halle, im Netzwerk Kirchenasyl in Sachsen sowie im Landesbeirat Integration und arbeitet eng mit den landeskirchlichen Vertretern in der Sächsischen Härtefallkommission zusammen. Auf Bundesebene vertritt sie die Interessen der Landeskirche in den EKD-Gremien zu Kirchenasyl und ist hier zentrale Ansprechpartnerin für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Darauf aufbauend erarbeitet sie fachliche Standpunkte in grundlegenden Fragen des Themenfelds.