Friedensbildung

„Friedensbildung ist das gemeinsame Nachdenken und Lernen von Fähigkeiten, die ein Zusammenleben von Menschen und ihrer Umwelt in Frieden und Gewaltfreiheit fördern.“ (Margret Birckenbach) Es geht dabei um die Entwicklung von Friedenskompetenz, Friedensfähigkeit und Friedenshandeln.

Kirchgemeinden mit ihrem Platz für alle Generationen haben den Raum für das Zeugnis und den Einsatz für den Frieden Gottes in der Nähe und der Ferne.

Anregung für Friedensbildung in der Schule ist u. a. das Sächsische Schulgesetz. Es weist im Rahmen des Erziehungs- und Bildungsauftrages in § 1 (3) auf Frieden als zu vermittelndem Wert hin. Verschiedene Fächer, Projekte und das Miteinander in der Schule bieten Möglichkeiten.

Kitas haben dafür gute Möglichkeiten, denn Friedensbildung beginnt so früh wie möglich. Im Sächsischen Bildungsplan wird Demokratiebildung als ein Inhalt des Sozialen Lernens beschrieben.

Auf dieser Seite finden Sie ein paar Anregungen und Materialien für die Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen.

Für eine erste Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Gewissensbildung empfehlen wir

  • Broschüre „Wehrdienst oder Kriegsdienstverweigerung? Finde DEINEN Weg!“ der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK)

Viele stellen sich in der aktuellen Diskussion um Einsatz militärischer Gewalt und einen neuen Wehrdienst die Frage, ob sie bereit sind, einen Wehrdienst zu leisten oder vom Recht auf Kriegsdienstverweigerung Gebrauch machen möchten. Um jungen Menschen eine Hilfestellung zu geben, hat die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) diese Broschüre herausgegeben. „Frieden beginnt dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, den Dialog zu suchen und sich für Verständigung und Gerechtigkeit einzusetzen“, so Landesbischof Friedrich Kramer im Vorwort. Er hoffe, dass diese Broschüre Impulse gebe, sich mit diesen Themen kritisch auseinanderzusetzen und auch Mut mache, für eine friedliche Zukunft einzustehen, so der EKD-Friedensbeauftragte.

  • einen einführenden Artikel von OLKR i. R. Dr. Christoph Münchow
    • einen gedanklichen Impuls der Friedensbeauftragten Maria Schiffels, der Teil eines Gottesdienstes zum Art. 4 Abs. 3 des Grundgesetzes, war.

      Lernmodule

      Friedensethische Fragestellungen spielen auch in Schule, Gemeinde und Jugendarbeit eine Rolle.

      Die nachfolgenden Materialien sind Bestandteil der Arbeitsmappe „Friedensbildung und Friedenserziehung in Sachsen“ der EVLKS. Eine Konzeption bietet zunächst eine Einführung in die spezifischen Herausforderungen dieser Arbeitsfelder. Die dann folgenden Lernmodule beinhalten konkrete Vorschläge für verschiedene Altersgruppen.

      • Konzeption – Friedensethik in Schule, Gemeinde und Jugendarbeit
      • Lernmodul 1 – 10 bis 12 Jährige „Frieden, Friedensethik und Friedenserziehung – Impuls für friedenethisches Lernen“
      • Lernmodul 2 – 12 bis 14 Jährige „Vom Friede Gottes und meinem eigenen Unfrieden – Material für Konfirmanden- und Jugendarbeit“
      • Lernmodul 3 – 15 bis 20 Jährige „Anstiftung zum Frieden – Impulse und Material für Jugendgruppen“
      • Lernmodul 4 – Erwachsene „Konflikte sind ganz normal – Umgang mit Konflikten zwischen Erwachsenen“

      Symbolbild: Holzmalstifte in bunten Farben in aufsteigender Länge auf einem hellblauen Hintergrund.
      Foto: unsplash