
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden fordert Eintreten der Kirchen für eine Ächtung von Atomwaffen und deren Abrüstung
3. April 2025
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) kritisiert, dass im Zuge der aktuellen sicherheitspolitischen Debatte Atomwaffen wie selbstverständlich als Bestandteil der europäischen Verteidigungspolitik verstanden werden. „Das passt zu einer Logik, die sagt: Je größer unser militärisches Droh- und Vernichtungspotential, umso sicherer sind wir. Es übersieht aber, welche schrecklichen Folgen ein Einsatz von Nuklearwaffen hätte und wie schon die Drohung mit Atomwaffen keine Sicherheit schafft, sondern die Spirale der militärischen Gewalt antreibt“, mahnt Jochen Cornelius-Bundschuh, der Vorsitzende der AGDF.
Die AGDF fordert Verhandlungen über Abrüstung statt eine Beschleunigung der Modernisierungs- und Aufrüstungsspirale im Bereich der Atomwaffen. Und sie erinnert daran, dass aus Sicht der evangelischen Friedensethik eine Drohung mit Nuklearwaffen nicht als Mittel legitimer Selbstverteidigung angesehen werden kann. Auch die weltweite Ökumene setze sich seit Jahrzehnten für ein Global Zero ein. „Schon auf der ersten ÖRK-Vollversammlung 1948 wurde ein atomarer Krieg als eine Sünde gegen Gott und eine Entwürdigung des Menschen bezeichnet“, so der AGDF-Vorsitzende. Darum sollten in der aktuellen Debatte die Kirchen ihre Stimme erheben und weiterhin, allen Widrigkeiten zum Trotz, für eine Ächtung von Atomwaffen und deren Abrüstung eintreten, fordert Jochen Cornelius-Bundschuh.
Die ausführliche Pressemeldung finden Sie hier: https://www.evangelische-friedensarbeit.de/meldungen-friedensarbeit/agdf-nukleare-waffen-zerstoeren-was-sie-verteidigen-sollen
